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Über uns

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Vom Pferdefuhrwerk zur rollenden Intensivstation

Am 15. März 1915 wurde das Bezirkskrankenhaus der March offiziell eröffnet.

Die Geschichte des Rettungsdienstes ist an die des Bezirksspitals gebunden. Die Idee zu einem eigenen Spital in der March kreierten die beiden edelgesinnten Gebrüder Heinrich Michael und Pfarrer Bernhard Fleischmann von Lachen, die ihr Vermögen testamentarisch dem Bau eines Spitals zur Verfügung stellten.

Zu jener Zeit, ab 1915, wurde der Krankentransport / Verwundetentransport mit Ross und Wagen durch die Person (aus mündlichen Überlieferungen) von „Noldi Stählin“ heute Transportfirma Stählin in Lachen, durchgeführt.

1920

Wird erstmalig buchhalterisch von einem Fuhrlohn und Anschaffung von Stroh (für Pferde) im Wert von 184.- berichtet.

1923

In den ersten Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges wird die Anschaffung eines Krankenautos erwähnt, nachdem sich Klagen über die Transportverhältnisse vermehrt hatten. Zu jener Zeit wurden die Wägital Kraftwerke gebaut (Grossprojekt). Leider brachten Konferenzen mit Vertretern der Kranken- und Unfallversicherungsanstalten, sowie Bauunternehmungen nicht die erhoffte finanzielle Unterstützung. Jedoch wurde von verschiedenen Wohltätern ein Grundstock geschaffen.

1924

(zum 10 Jahresjubiläum des Bezirksspital) konnte mit einem ausserordentlichen Beitrag von 10'000.- aus der Bezirkskasse die Anschaffung eines Kranken – Automobils durchgeführt werden. Ferner gingen folgende Spenden ein: 5'000.- Leih- und Sparkasse von Uznach, 1'500.- Kraftwerk Wägital, 1'000.- Firma Wirth & Cie in Siebnen, Kirchenopfer und andere edle Spender seien hier ebenfalls erwähnt. Zur damaligen Zeit Betrug das Defizit des Bezirksspital March 35.-. Das Fahrzeug, es handelt sich hierbei um einen Fiat (Modell vermutlich 501), wurde von der Firma Franz Koch & Söhne in Luzern ausgebaut und geliefert.

1939

Im Oktober bot sich die Gelegenheit für den Ankauf eines neuen Krankenautos. Mit dem alten Auto ergaben sich Missstände. So waren z. B. Transporte auf weite Distanzen für Patienten unzumutbar. Fahrten zu weit entfernten Zielen wurden deshalb von Dritten ausgeführt. Das neue Fahrzeug wurde an der Landesaustellung 1939 vorgeführt. Der Ford war auf dem neusten Stand der damaligen Technik. Der Transport von gleichzeitig 4 Personen so z.B. bei schweren Verkehrsunfällen war möglich. Der Preis von 15'520.- war auch zu jener Zeit im Schnitt 40% günstiger als andere vergleichbare Fahrzeuge.

Der erste Chauffeur welcher namentlich und photographisch dokumentiert ist, war Anton Diethelm. Es wurde vereinbart, dass er – um sich auf seine zukünftige Tätigkeit als Chauffeur des Spitalautos vorzubereiten – zuerst ein paar Monate beim Garagisten Kaiser in Lachen im Betrieb arbeiten solle.

Auf diese Weise erwarb sich Anton Diethelm das nötige Wissen, wie kleinere Defekte an Fahrzeugen repariert werden konnten. Mit dem Lohn den er erhielt, konnte er seine Fahrstunden bei Herrn Kaiser bezahlen. Sein Monatslohn betrug damals 180.- nebst freier Kost und Logis. Zu den weiteren Anstellungsvereinbarungen gehörte ein freier Sonntagnachmittag pro Monat.

Das Spital bestand damals lediglich aus dem heutigen Altbau und dem Absonderungshaus sowie dem Gebäude, in dem sich die Garagen, die Wäscherei, die Wohnung des Gärtners sowie das Zimmer des Anton Diethelm befand. Dieses Gebäude befand sich zufälligerweise in der Nähe des jetzigen Standort der neuen Rettungswache (2007), am östlichen Teil des Spitalareals und an den Spitalweg angrenzend.

Bei Unfällen begleitete ihn ein Assistenzarzt. Da kein Lift vorhanden war, wurden die Kranken mit einer Bahre auf die entsprechende Station getragen.

1953

Wird ein Landsgemeindebeschluss, welcher die Krankentransporte als unentgeltliche Dienstleistung definiert, aufgehoben. Neu werden für Transporte innerhalb des Bezirks mit einer Taxe von 5.- und übrige Krankenwagendienste auf der Basis eines Kilometerentgeltes vergütet. Nach 17 Jahren Dienst wird auch dieser Krankenwagen (Ford International) aus dem Dienst entlassen.

1957

Wurde ein neues Krankenauto in Betrieb genommen, es handelt sich hier um einen Opel Kapitän. Dieses Fahrzeug wurde von Deutschland importiert. Es hatte Rotlichter auf dem Dach. Aufgrund des neuen Strassenverkehrsgesetzes, mussten diese Rotlichter entfernt und durch eine Blaulichtanlage ersetzt werden.

1958

Fand eine der ersten dokumentierten Helikopterlandungen auf der Wiese neben dem Spital statt. Der Patient wurde vom Wägital nach Lachen geflogen.

1961

Wurde ein Ford als neuer Krankenwagen gesegnet (wahrscheinlich ein Ford Fairlane oder ein Ford Taunus). Geschichtlich interessant ist, dass ab diesem Jahr der Fahrzeugpark mit zwei Fahrzeugen bestückt wurde. Transportstatistiken wurden leider keine geführt, so dass nicht nachvollziehbar ist, weshalb zwei Fahrzeuge benötigt wurden.

1967

Einweihung des Neubaus mit Garage und Einstellplatz. So können die Patienten witterungsgeschützt ein- und ausgeladen werden. Im gleichen Jahr wurde eine Transportisolette für die Verlegung von Neugeborenen angeschafft.

1973

Wird der Opel Kapitän nach 17 Jahren Ambulanzdienst entlassen und nur noch als Transportfahrzeug für Kurierfahrten etc. mit Wechselnummer genutzt. In diesem Jahr wird ein neues Krankentransportfahrzeug angeschafft. Ein Opel Admiral Lang für einen Anschaffungspreis von 60'136.- welcher von der Firma Wolf in Lachen geliefert wurde. Der Ford Fairlane wird einer grösseren Revision unterzogen. Es werden verschiedene Varianten zu einem neuen Garagenanbau behandelt, da die Fahrzeuge zu Hoch sind für die bestehende Garage von 1967.

1975

Werden erstmals Situationspläne der Gemeinden durch das Spital beantragt. Die ganze Region am oberen Zürichsee entwickelt sich. Die ersten grossen Überbauungen, Einkaufszentren und Autobahnen werden erstellt. Des weiteren wurden die langen Ausrückzeiten beanstandet.

1977

Wird ein neues Krankenauto in Betrieb genommen. Das Fahrzeug ist ein Opel Admiral. Es stehen jetzt zwei baugleiche Modelle im Einsatz. Die Idee war, dass auf den beiden baugleichen Modellen das gleiche Material benutzt / ausgetauscht werden kann. Der Ford Fairlane wird nach 16 Jahren Ambulanzdienst (mit längeren Pausen für Revisionen) abgestossen. Von einem Arzt wird ein Antrag zum Kauf einer Schaufelbahre gestellt. 1985 wird die Transportisolette vom Jahr 1967 durch eine Neue ersetzt.

1987

Am 11. Mai wird der neue Rettungswagen (RTW) Mercedes Benz 310 4x4 in Betrieb genommen. Der Ausdruck Krankenauto wird durch die Bezeichnung Rettungswagen ersetzt. Der Preis des neuen RTW beträgt 125'000.-

1989

Ersatzanschaffung Opel Omega. Diese Anschaffung ist nicht genau registriert worden, da es aus technischen Gründen zu einer sofortigen Ersetzung des alten Opel Admiral bedurfte.

1990

Aufrüstung mit medizinaltechnischen Geräten für den Rettungsdienst. Es werden ein Transportmonitor und ein Oxymeter installiert. Zusätzlich wurde der erste transportable Defibrillator mitgeführt.

1991

Wird erstmalig die Marke von 1000 Einsätzen überschritten. Das Bedürfnis, gut ausgebildete Sanitäter anzustellen, wird erkannt. Zwei Pfleger absolvieren die damals noch einjährige Rettungssanitäterausbildung nach IVR (Interverband für Rettungswesen).

1993

Nach dem einzigen beschriebenen grösseren Unfall mit einem Rettungswagen im Einsatz, erleidet der Mercedes Sprinter 310 nach 7 Jahren Rettungsdienst Totalschaden (kein Personenschaden). Das verunfallte Fahrzeug wurde durch dasselbe Modell für 170'069.- ersetzt. In der Zwischenzeit wird mit einer vom Spital Wädenswil zur Verfügung gestellten Mercedes Limousine gearbeitet. In diesem Jahr wird auf der Westseite des Spitalareals die grosse Doppelgarage mit zwei vollautomatischen Schwingtoren bezogen.

1995

Mannschaft von damals

1998

Der Opel Omega wird nach 10 Jahren Aktivität und 250'000 km aus dem Dienst entlassen. Da die CT Fahrten nach Glarus, Horgen und Zürich stark zugenommen haben und somit die Kilometerleistung in die Höhe trieben, verkürzte sich die Lebensdauer der Fahrzeuge. Es wird erstmalig ein VW T4 in den Fuhrpark aufgenommen. Kosename dieser Einsatzambulanz ist "Fröschli" (wegen der neuen, speziellen Lemonfarbe nach EU Norm).

1999

Der Sanitätsnotruf 144 wird an die Telefonzentrale des Regionalspitals Lachen angeschlossen und die Notrufe werden von den Telefonistinnen disponiert. Bevor die neue Notrufnummer aktiv war, mussten die Patienten direkt im Spital anrufen. Diese Anrufe wurden von Assistenzärzten entgegengenommen und sehr lange Interventionzeiten waren zu beklagen.

1999 wird erstmalig die Marke von 2000 Einsätzen überschritten. Zusätzlich wurden ca. 200 bis 300 Einsätzen pro Jahr (meist Notfalleinsätze) an Dritte vergeben.

Um die Professionalisierung des Rettungsfachpersonals voranzutreiben, geht die Trägerschaft für die Ausbildung zum Dipl. Rettungssanitäter vom IVR an das SRK über. Die Ausbildungsdauer wird auf 3 Jahre ausgeweitet.

2002

Die Alarmierung der Rettungsmittel des Rettungsdienst Spital Lachen erfolgt ab diesem Jahr via die Sanitätsnotrufzentrale von Schutz & Rettung Zürich.

Des Weiteren schliesst der erste Mitarbeitende des Rettungsdienst Lachen seine Ausbildung zum Dipl. Rettungssanitäter SRK erfolgreich ab.

2002 und 2003

Die ersten zwei Rettungswagen Mercedes Sprinter 416 CDI und 416 CDI 4x4 mit Kofferaufbau wurden beschafft.

2006

Wird der Mercedes Sprinter 310 nach 13 Dienstjahren durch einen Mercedes 316 CDI mit Hochdach ersetzt.

2007

Die neue Rettungswache im östlichen Teil des Spitalareals wird eingeweiht. Der Rettungsdienst erhält im gleichen Jahr die IVR Zertifizierung.

2008

Beide RTW werden durch neue Fahrzeuge ersetzt. Im gleichen Jahr wird ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) beschafft. Die Beschaffung des NEF dient als Vorbereitung für die Einführung eines Notarztsystems. Des Weiteren wurde das neue Corporate Design umgesetzt.

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) - Lachen 554

2009

Im Mai 2009 wird das Notarztsystem eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt steht der Bevölkerung in den Bezirken March und Höfe 365 Tage im Jahr und Rund um die Uhr ein Notarzt zur Verfügung.

Beschaffung der LUCAS 2 Herzdruckmassagemaschine.

2010

Aufstockung des Fahrzeugparks um einen dritten RTW.

2010

2012

Ersatzbeschaffung für den letzten Kasten-RTW.

Des Weiteren absolviert der Rettungsdienst Lachen erfolgreich die IVR Re-Zertifizierung.

2012 

2013

Ersatzbeschaffung für das Notarzteinsatzfahrzeug.

2013

 

  1. Tag der offenen Tür des Rettungsdienst Spital Lachen.

2014

Die neue Website geht online.

2015

Das Spital Lachen und der Rettungsdienst Spital Lachen feiern ihr 100jähriges Bestehen. Damit verbunden sind diverse Festivitäten und ein Jahresbericht, der die Geschichte des Rettungsdienstes aufrollt.

Der durch die Gesamteinsatzleiterverordnung (GELV) lancierte Einsatzbehelf für Grossereignisse wird intensiv bei allen Partnerorganisationen geschult. Der Leitfaden dient als Hilfsmittel, um ein Grossereignis strukturieren zu können, bis ein kantonaler Einsatzleiter Sanität eintrifft. Auf den Kaderstufen wurde zudem das Arbeiten mit einem Gesamteinsatzleiter trainiert.

Im Dezember werden zwei neue Rettungswagen (RTW) der Firma Baus ausgeliefert. Die Planung für die Erneuerung des Fahrzeugparks begann im März. Dabei wurden Arbeitsabläufe optimiert und beim Bau berücksichtigt. Zudem wurde das Design neu gestaltet. Das unikate Aussendesign sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Die optischen und akustischen Warneinrichtung entsprechen dem neusten Stand der Technik und den Anforderungen für den täglichen Einsatz.


Bei der feierlichen Einweihung wurden die beiden RTWs auf den Namen "March" und "Höfe" getauft. Taufpaten waren für den RTW "March" Bezirksrätin Sidonia Bräuchli und für den RTW "Höfe" Bezirksrätin Yolanda Fumagalli. Beide haben im Bezirksrat das Ressort Gesundheit inne.

2016

Nachdem die neu angelieferten Rettungswagen (RTW) eingerichtet und das Personal eingewiesen war, wurden die Fahrzeuge "March" und "Höfe" Anfang Januar in Dienst gesetzt. Als weitere Anpassung im Fahrzeugpark wurde die Folierung des Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF) an das neue Design der RTWs angepasst.

Der Rettungsdienst Spital Lachen wird erfolgreich und mit sehr gutem Ergebnis vom Interverband für Rettungswesen (IVR) rezertifiziert. Dafür notwendig ist ein im Betrieb etabliertes Qualitätsmanagement-System, welches betriebliche Abläufe und Prozesse definiert, auswertet und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den täglichen Arbeiten gelebt wird. Das Qualitätslabel ist für weitere fünf Jahre gültig.

Der Rettungsdienst des Seespitals Horgen und der Rettungsdienst Spital Lachen gehen ab dem 1. Januar in der notärztlichen Versorgung gemeinsame Wege. Um Ressourcen und Synergien effizient zu nutzen, wurde ein gemeinsames Notarztsystem aufgebaut. Wochenweise alternierend wird die notärztliche Versorgung beider Einsatzgebiete entweder von Horgen oder von Lachen aus sichergestellt. An der Einsatzdoktrin der Rettungswagen änderte sich nichts. Im Rettungsdienst Spital Lachen werden weiterhin zwei RTWs rund um die Uhr eingesetzt.

Erstmals wird die Marke von 3'000 Einsätzen überschritten.

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